Der Marktbrunnen

 

Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes wurde am südlichen Rand des Platzes (vor dem Haus Markt 11) im Herbst 1984 der bekannte, aber seit langem verdeckte Brunnen durch Mitglieder von Altstadtfreunden und Heimatverein freigelegt. Der abgedeckte Brunnenschacht war unter dem Pflaster gut erhalten und führte auch noch Wasser (ein zweiter, auf der Ostseite des Marktes befindlicher Brunnen war hingegen stark beschädigt und verschüttet, sodass seine Wiederherstellung nicht in Frage kam.) Während sich der städtische Bauausschuss zunächst gegen eine Aufdeckung des Brunnens aussprach, setzten sich die Marktanwohner für den sichtbaren Erhalt des Brunnens ein und sahen in der Maßnahme einen Baustein bei der Belebung der Altstadt und zur Attraktivitätsstiegerund des Marktplatzes. Dieser Meinung schlossen sich beide Vereine in einer Entschließung von 28. Januar 1985 an. Nachdem auch die Stadtverwaltung dem Erhalt des Brunnens zugestimmt hatte, übernahmen die Altstadtfreunde nicht nur die Beratung zur Wiederherstellung und Gestaltung, sondern finanzierten auch - mit Spenden von Bürgern und der Sparkasse - den Ausführungsplan des Warendorfer Architekten Dipl. Ing. Ludger Riebel.

 

(Aus: Fred Kaspar: Immer wieder Unterstützung der Bürger für Orte, Bauten und Räume, in: Stadt- und statt Museum, Bd. 3, S. 97.)